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Facebook – Chance oder Risiko?

Facebook- Chance oder Risiko Mainz, 1.10.2012: Die alltägliche Kommunikation via Facebook ist für viele Menschen heutzutage nicht mehr weg zu denken. Nachrichten schreiben, chatten, Beiträge teilen oder verlinken, Veranstaltungen planen, Videos abspielen… Es gibt nahezu keine Funktion, die von Facebook nicht bedient wird. Doch nur weil die soziale Plattform im alltäglichen Gebrauch immer mehr Platz einnimmt, bedeutet das nicht, dass jedes Unternehmen sich ebenfalls ins soziale Netz stürzen muss und eine Fanpage errichten sollte – oder vielleicht doch? 

Als Kommunikationsagentur befassen wir uns zusammen mit unseren Kunden täglich mit dieser Frage – und wissen, dass es hierzu keine eindeutige und für alle gültige Antwort gibt. Um Ihnen die Entscheidung für oder gegen Facebook ein wenig zu erleichtern, haben wir Ihnen im Folgenden die wichtigsten Hardfacts, Vor- und Nachteile sowie Stärken und Schwächen zum weltweit führenden sozialen Netzwerk aufgeführt.

Facebook-Nutzerzahlen

Im September 2012 zählt das soziale Netzwerk 24,3 Millionen aktive User in Deutschland. Das ist über ein Viertel der Gesamtbevölkerungsanzahl der Bundesrepublik. In den letzten sechs Monaten stiegen die Anmeldezahlen um 7,6 Prozent, von einem Stillstand oder einer Abwanderung der Nutzer kann dementsprechend nicht die Rede sein. Die Gruppe der 18-34 Jährigen ist nach wie vor die aktivste Gruppe auf Facebook, auch wenn der Anteil der „Silver Surfer“ immer mehr zunimmt.

Dialogmöglichkeiten auf Facebook nutzen

Der Großteil der User (80 Prozent) nutzt Facebook zu Kommunikationszwecken (Mail, Chat), die Informationssuche nimmt bei knappen 50 Prozent der Nutzer einen wichtigen Stellenwert in den Facebook-Aktivitäten ein. Interessant ist jedoch vor allem, dass sich Jüngere und besser Gebildete im Netz häufiger zu Wort melden und somit als Meinungsführer agieren als Ältere und formal schlechter Ausgebildete, so die ARD-ZDF-Onlinestudie 2011. Grundsätzlich eignet sich Facebook für Unternehmen hervorragend dafür, mit den Usern in Dialog zu treten, der Marke eine Persönlichkeit zu verleihen und das Unternehmensimage durch einen frischen und aktuell gepflegten Auftritt positiv zu beeinflussen. Aus Fans können Markenbotschafter werden, Produkte lassen sich mit der Community gestalten und Serviceangebote durch Crowdsourcing optimieren. Mitgliederbefragungen geben detaillierte Einblicke in die Wünsche der Konsumenten.

Vorsicht, Shitstorm!

Doch hier lauern auch schon die Gefahren: Die Fanpage-Pflege kostet Zeit und Geld. Es ist nicht ausreichend, eine Fanpage zu erstellen und dann einen Praktikanten mit der Pflege der Seite zu beauftragen. Die Seite muss leben – genau wie Ihre Produkte – und der Dialog mit den Usern ist das A und O. Ein Shitstorm entwickelt sich schnell – wenn Sie sich also für einen Facebookauftritt entscheiden, dann sollten Sie sich Strategie, Handlungsabläufe und Informationsworkflow vor Ihren Aktivitäten zu Recht legen.

Erhöhter Traffic, verbesserte SEO?

Dank der „Teilungs-Funktion“ können sich Inhalte in und außerhalb von Facebook sehr schnell verbreiten. Der Traffic auf der eigenen Webseite kann so einfach und kostengünstig gesteigert werden. Die Auswirkungen auf die Suchmaschinenoptimierung muss man differenziert betrachten. Aufgrund der Integration der Microsoft-Suchmaschine Bing sind die Effekte in Bing wesentlich höher als in Google. Nichtsdestotrotz hat eine steigende Fan- und Aktivitätenzahl auch in Google positive Auswirkungen auf das Suchmaschinenranking.

Zusammenfassend lässt sich festhalten: Facebook eignet sich hervorragend als direkter Kommunikationskanal mit Fans und potentiellen Kunden. Für einen authentischen Dialog benötigen Sie jedoch Zeit, Geld und Personal. Lassen Sie sich von erfahrenen Kommunikationsprofis beraten und erstellen Sie gemeinsam eine Strategie, die Ihre Zielgruppe erreicht.

 

Autor: Rebecca Knauth

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